Cichlidenfreunde Emsbüren e.V.

Lichtsteuerung mit Dämmerung und Mondlicht

Eine Bastelanleitung von Wilhelm Bloemen

Achtung: Hier wird mit Strom gearbeitet. Wer nicht über die nötige Erfahrung verfügt sollte sich von einem Fachmann helfen lassen.

Die Schaltung dient dazu, das Licht der Leuchtstoffröhren im Aquarium morgens innerhalb einer halben Stunde langsam hochzufahren und abends genauso langsam innerhalb einer halben Stunde wieder abzusenken.

Abends zu Beginn der Dämmerung übernehmen 6 Ultrahell LEDs nach Abschaltung der Röhren die Mondbeleuchtung, und fahren dann ebenfalls innerhalb einer Viertelstunde langsam weiter runter bis zu völligen Dunkelheit.

Als Timer läuft die DCF Schaltuhr von ELV. Sie besitzt zwei flexibel programmierbare Alarmausgänge, die unter anderem auch wochentagsabhängig programmiert werden können.

Alarmausgang 1 steuert den Einschaltzeitpunkt mit folgender Morgendämmerung und den Ausschaltzeitpunkt mit folgender Abenddämmerung. Dazwischen leuchten die Röhren mit einer an Potentiometer 1 eingestellten Helligkeit.

Alarmausgang 2 steuert die Absenkung der Helligkeit für eine bestimmte Zeit über Tag und simuliert damit Wolken oder Regen. Der Wert auf den die Röhren abgesenkt werden, wird mit Potentiometer 2 eingestellt.

Da der Alarm 2 Vorrang vor Alarm 1 hat, braucht für diese Regenzeit der Alarm 1 nicht programmiert zu werden und er bleibt die ganze Zeit anstehen.

Jede Änderung der Lichtstärke erfolgt langsam in einer bestimmten Zeit.

Das Ein- und Ausschalten des EVGs erfolgt über ein Schaltinterface von ELV. Es gewährleistet das netzentkoppelte Schalten.

Die Lichtstärke wird über den 0 bis 10 Volt Eingang des EVGs gesteuert.

Das Mondlicht wird direkt aus der Schaltung gespeist.

Betrieben wird die Schaltung wie auch die DCF-Schaltuhr mit einem stabilisierten   12 V - Netzteil.

Jedem Hobbyelektroniker sollte der Nachbau keine Mühe machen.

Eingebaut in ein Alugehäuse läuft die Schaltung bei mir seit ca. 5 Jahren ohne Probleme.

Bild 2 zeigt eine vereinfachte Version mit nur einem einstellbaren Helligkeitswert.

Dimmerschaltung Bild 1

Was grau eingerahmt ist, befindet sich im Alu-Gehäuse.

Die Verwendung eines anderen Timers ist natürlich auch möglich.

Eventuell ist dann eine Änderung der Eingangsbeschaltung notwendig.

Dimmerschaltung Bild 2

Bei dieser Variante werden nur zwei ICs verwendet. Sie ist viel einfacher aufgebaut erfüllt aber fast den gleichen Zweck.

Die Beschaltung des ersten OPs bei Verwendung eines Timers mit Open-Kollektor-Ausgangs ist eingerahmt dargestellt.

Schaltung

In fliegender Verdrahtung aufgebauter Prototyp läuft seit 5 Jahren so.

Provisorien halten eben am längsten.

Wer Lust hat, kann es auch auf eine Lochrasterplatine aufbauen oder eine Platine anfertigen.

Gerät von vorne

Gerät von der Vorderseite mit den beiden Potentiometern für Helligkeitswert 1 (steht auf 100%) und Helligkeitswert 2 (steht auf 50 %).

Die grüne LED dient nur als Anzeige für die Versorgungsspannung.

Gerät von hinten

Gerät von der Rückseite.

Ausgange:

0 bis 10 V Analogsignal für EVG.

Schaltsignal für Interface welches das EVG ein und ausschaltet.

Eingänge:

Alarm 1 aus Schaltuhr.

Alarm 2 aus Schaltuhr.

Die Versorgungsspannung wird durch dies Gerät durchgeschliffen und versorgt die Schaltuhr.

Mondlichthalter

Einer von 3 LED-Haltern. Mit zwei LEDs bestückt und unter dem grün bewachsenen Aquariumdeckel an den Kabelkanal geklipst. Jederzeit verschiebbar und auch wieder entfernbar. Die LED-Halter waren einmal Halter für Stabheizungen. Hatte ich noch über, und passen wie dafür gemacht. 

Mondlicht in Betrieb

Mondlicht in Betrieb.

Die Lichtmenge von 6 ultrahellen LEDs entspricht ungefähr der Lichtmenge von zwei Leuchtstofflampen mit je 30 Watt die mit dem EVG auf 1 % ihrer Leistung heruntergedimmt wurden.

Gesamtanordnung

So sieht es unter dem Aquariumschrank aus.

Hinten liegt das EVG und rechts das Schaltinterface.

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