Cichlidenfreunde Emsbüren e.V.

Die Algen

Grünalgen:

Grünalgen gibt es in den verschiedensten Formen, kleine und punktförmige Flecken (gut zu sehen an den Scheiben) oder auch lange Fäden. Grünalgen sind nicht schön aber ein Indikator für eine gute Wasserqualität.

Braun- oder Kieselalgen:

Ein Grund für den Befall mit diesen Algen ist eine zu geringe oder schon zu alte Beleuchtung. Kieselalgen überziehen die Scheiben und Dekoration mit einem bräunlichen Belag, der nur sehr schwierig mechanisch zu entfernen ist.

Bart- oder Pinselalgen (Rotalgen):

Kurze Büschel oder lange, leicht krause Fäden, so sehn sie aus, die bei Aquarianern wohl gefürchtetsten Algen. Sind sie einmal da, hat man ein mittelgroßes Problem und muß ganz genau vorgehen.Bartalgen sehen so änlich aus wie Grünalgen, den Unterschied kann man erkennen, indem man sie in Spiritus einlegt: Bartalgen (Rotalgen) werden rot, Grünalgen bleiben grün. Besonders gern setzen sich Pinselalgen an die Blattränder langsam wachsender Wasserpflanzen. Sie mögen starke Strömungen, hohe pH-Werte und wenig Kohlendioxid.

Blau- oder Schmieralgen:

Einige Merkmale dieser Algengruppe, z.B. des Fehlen eines Zellkerns, sind den Bakterien sehr ähnlich. Das mit dem Zellkern kann man ohne Mikroskop nicht nachprüfen, aber die Wachstumsgeschwindigkeit dieser Algen ist gewaltig. Blaualgen überziehen sehr, sehr schnell Boden, Dekoration und Scheiben mit einem schmierigen, blaugrünen oder schwarzen Belag. Das Aquarium beginnt unangenehm zu riechen. Blaualgen sind nicht nur ziemlich häßlich, sondern auch sehr gefährlich, den sie scheiden durch ihren Stoffwechsel Giftstoffe ab.

Algenvermeidung:

Das Licht:

Gerade bei zu wenig Licht kommen Kieselalgen auf. Abhilfe schafft hier ganz einfach eine Verstärkung der Beleuchtung. In Versuchen hat man herausgefunden, daß höhere Pflanzen - also auch die Aquarienpflanzen - Licht mit langwelliger, roter Strahlung bevorzugen. Algen hingegen mögen lieber blaues Licht. Sind Leuchtmittel zu alt, verschiebt sich das abgestrahlte Lichtspektrum und die Leuchtkraft läßt nach. Das kann mit bloßem Auge nicht gesehen werden, aber die Wasserpflanzen reagieren mit Wachstumsreduzierung, was wiederum das Algenwachstum fördert. Aber auch bei zuviel Licht gedeihen Algen prächtig. Eine Beleuchtungszeit von 11 Stunden sollte deshalb nicht überschritten werden. Denn nach ca. 10 Stunden sind die Wasserpflanzen mit ihrer Photosynthese fertig und der Rest der Beleuchtungszeit ist nur für die Algen.

Der Filter:

Treten Algenprobleme auf, sollten Sie auch Ihren Filter überprüfen. Häufig ist es so, daß gerade bei schon lange nicht mehr gesäuberten und komplett verschlickten Filtern Algen aufkommen. Aber wie immer macht auch hier die Dosis das Gift. Zuviel Hygiene tut dem Filter nicht gut und ist für ein gut funktionierendes Aquarium schädlich. Der Redox-Wert ist ein guter Indikator für den Hygienestatus des Aquariums. Ist er zu hoch, ist es zu sauber, ist er zu niedrig, ist das Aquarium zu stark belastet. Ein hervorragend zur Algenreduzierung geeigneter Filter ist ein UV-Wasserklärer. Hierbei wird das Wasser mit UV-Strahlung von Algensporen, Krankheitserregern usw. gereinigt. Der Effekt ist schnell sichtbar und ein weinige Stunden am Tag zugeschalteter UV-Wasserklärer reduziert Algen merklich.

Nitrat und Phosphat:

Diese beiden Wasserwerte entstehen aus dem Abbau von organischem Material wie Futterresten, Fischkot und abgestorbenen Pflanzenteilen. Pflanzen benötigen Phosphat und Stickstoff zum wachsen, aber Algen sind sogar darauf angewiesen. Bei Algenproblemen sollte man sofort den Nitrat- und Phosphatgehalt messen. Die empfolenen Höchstwerte liegen bei: Nitrat max. 50 mg/l und Phosphat max. 0,3 - 0,4 mg/l. Ein regelmäßiger Wasserwechsel von 30% pro Woche, mäßige Fütterung und nicht zu viele Fische sorgen dafür, daß sich Schadstoffe nicht anreichern können.

Algenbekämpfung:

Gute Helfer für Gesellschaftsbecken sind schnellwachsende Wasserpflanzen und Algenfressende Tiere. Saugwelse wie Otocinclus, Ancistrus oder Garnelen “Caridina japonica” sind unermüdliche Helfer, um ein Aquarium algenarm zu halten. Eine chemische Algenbekämpfung sollte vermieden werden.

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