Cichlidenfreunde Emsbüren e.V.

Die Beleuchtung

Die Lichtverhältnisse in der freien Natur sind komplizierter als die gleichstarke, gleichlange und regelmäßige Beleuchtung über unserem Aquarium. Je nach Standort kommen in einem Biotop schattige Uferbereiche und helle, sonnenbeschienene Zonen nebeneinander vor. Dazu kommen noch sonnige, bewölkte, ganz verregnete Tage, morgens Regen und nachmittags Sonnenschein usw.. Hervorragend für eine naturgetreue Nachbildung der natürlichen Lichtverhältnisse geeignet sind Beleuchtungseinheiten, die über eine elektronische Dimmung verfügen. Somit wird unseren Aquarienfischen und Pflanzen ein naturgetreuer Sonnenauf- bzw. Sonnenuntergang geboten.

Bei einem bepflanzten Gesellschaftsaquarium eignen sich Abdeckungen mit mehreren Leuchtstoffröhren, oder HQL-Lampen oder HQI-Strahler bringen die nötige Lichtausbeute. Es ist aber zu beachten, daß bei einer plötzlich wechselnden Lichteinstrahlung auch der Nährstoffverbrauch der Pflanzen ansteigt. So erklärt sich, daß z.B. bei einem Wechsel der Leuchtmittel plötzlich die Pflanzen kümmen und das Becken “kippt”. Achten Sie bitte darauf, daß Sie Ihre Leuchtmittel regelmäßig- aber spätestens nach einem Jahr- austauschen.

Bei Meerwasseraquarien mit Niederen Tieren sollten auf jeden Fall HQI-Lampen verwendet werden, um optimales Wohlbefinden und Farbwiedergabe zu erreichen. Besonders geeignet sind hier die mit 9 bzw. 24 Watt Dulux blau kombinierten HQI-Leuchten. Auch verfügen HQI-Beleuchtungen über genügend Lichtstrom für diesen Anwendungszweck.

In den Tropen liegt die Tageslichtdauer bei ca. 10-12 Stunden, jedoch tritt durch den flachen Einfallswinkel in den Morgen- und Abendstunden nur sehr wenig Licht in das Wasser ein. Die Beleuchtungszeit der Pflanzen in ihren Heimatgebieten ist also deutlich kürzer als die Tageslichtlänge. Ein Wert von 9-10 Stunden hat sich in unseren Aquarien gut bewährt. Jedoch sollte die Beleuchtung nicht morgens 4 Stunden und abents 5 Stunden eingeschaltet werden. Das bringt den Biorhythmus der Pflanzen komplet durcheinander und verringert durch häufigeres An- und Ausschalten auch die Haltbarkeit der Leuchtmittel. Besser ist ein später Beginn, z.B. um 15.00 Uhr, so das Sie auch noch nach Feierabend Ihr Spätprogramm “Aquarium” genießen können. Verändern Sie die Beleuchtungszeit, sollte dies immer schrittweise geschehen. Nach wenigen Tagen haben sich Fische und Pflanzen auf diese Verschiebung eingestellt. Gut, weil schön konstant, ist eine Schaltung der Beleuchtung über eine Zeitschaltuhr. Besitzt Ihre Beleuchtung mehrere Leuchtstoffröhren mit separaten Anschlußkabeln, so kann über Zeitschaltuhren Sonnenauf- und Untergang sinuliert werden.

Sehr positiv wirkt sich auch ein simulierter Regentag auf die Pflanzen aus. Laß einfach an einem Tag die Beleuchtung ausgeschaltet. Die Photosynthesesysteme der Pflanzen können sich an einem “Gewittertag” hervorragend erneuern und regenerieren. Außerdem kommen Algen mit dieser Unterbrechung nicht gut zurecht, Ihr Aquarium wird algenärmer.

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